Ad-Hoc Map von Gerd Bremer: Die Karte, die das vertragsfreie Laden veränderte
Wer sich als Elektroauto-Fahrer ohne Vertrag, ohne Ladekarte und ohne Registrierung ans Laden heranwagt, kommt früher oder später an einem Namen nicht vorbei: Gerd Bremer. In der Elektroauto-Community ist er als Sucher nach günstigen Lademöglichkeiten ohne Vertragsbindung bekannt. Sein Projekt – die Ad-Hoc Map – hat das Bewusstsein für vertragsfreies Laden in Deutschland maßgeblich geprägt und ist ein wichtiger Beitrag zur Elektromobilität.
Wie die Map entstanden ist, wo ihre Stärken und Grenzen liegen und welche Alternativen es 2026 gibt – darum geht es in diesem Artikel.
Wie alles begann: Gerd Bremer und seine Google-Maps-Liste
Alles startete mit einem einfachen, aber cleveren Ansatz: Gerd Bremer, ein engagierter E-Mobilist aus Norddeutschland, begann damit, Schnellladestationen in einer öffentlichen Google-Maps-Karte zu sammeln – und zwar nur solche, die bestimmte Kriterien erfüllten.
Die Idee dahinter war denkbar simpel: Wer ein Elektroauto fährt, möchte unterwegs günstig und unkompliziert laden – ohne erst einen Vertrag abschließen oder eine neue App installieren zu müssen. Doch genau das war lange ein echtes Problem. Die öffentliche Ladeinfrastruktur war (und ist) ein Flickenteppich aus verschiedenen Betreibern mit unterschiedlichen Tarifen, Zahlungsmethoden und App-Anforderungen.
Gerd Bremer löste dieses Problem pragmatisch: Er trug Stationen manuell ein, prüfte die Bedingungen und stellte die Karte kostenlos zur Verfügung. Die Kriterien waren klar und nachvollziehbar:
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Mindestens 50 kW Ladeleistung (CCS-Schnelllader, Schnellladesäulen)
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Maximal 50 Cent pro kWh Ad-hoc-Preis für Strom
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Zahlung ohne Registrierung möglich (per Kredit-/Debitkarte, QR-Code, SMS o. Ä.)
11 Mio.+ Aufrufe der Google-Karte
Tausende Ladestationen europaweit
7+ Länder abgedeckt
100 % Community-finanziert
Die Karte umfasst Ladestationen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Tschechien und weiteren europäischen Ländern. Die Ad-Hoc Map App zeigt, welche Zahlungsmittel wie Visa, Mastercard und Girocard akzeptiert werden. Sie ist als eigenständige App für iOS und Android verfügbar. Die Karte wird kontinuierlich durch die Community gepflegt und zählt zu einer der bekanntesten unabhängigen Quellen für Ladepunkte in Europa.
Warum die Ad-Hoc Map so erfolgreich wurde
Der Erfolg von Gerd Bremers Karte ist kein Zufall. Er traf den Nerv einer wachsenden Gemeinschaft von E-Autofahrern, die von undurchsichtigen Tarifen, Zwangs-Apps und teuren Spontanpreisen frustriert waren.
Laut ADAC können die Preisunterschiede zwischen Ad-hoc-Laden und dem Laden mit einem Vertrag bis zu 32 Cent pro Kilowattstunde betragen – das entspricht einem Aufschlag von bis zu 67 Prozent. Für Vielfahrer ist das ein erheblicher Kostenfaktor. Gerd Bremers Karte zeigte erstmals gebündelt und verlässlich, wo man diesen Aufschlag umgehen kann.
Dazu kam die Unabhängigkeit des Projekts: Die Karte ist kein kommerzielles Produkt, sondern ein Community-Beitrag – finanziell unterstützt durch freiwillige Spenden. Das schuf Vertrauen. Die Daten wurden von echten Nutzern gepflegt, ergänzt und korrigiert, was die Qualität langfristig sicherstellte.
💡 Marktmacht durch Transparenz
Wie groß der Einfluss der Map inzwischen ist, zeigt ein bemerkenswertes Beispiel: Ein großer europäischer Ladeinfrastrukturbetreiber senkte zeitweise seine Ad-hoc-Preise auf 49 Cent pro kWh – nach eigener Aussage, um in der Ad-Hoc Map gelistet zu werden. Wenn eine Community-Karte Betreiber dazu bringt, ihre Preise zu senken, ist das ein beeindruckender Beweis für die Macht der Transparenz.
Die Grenzen des Konzepts: Was die Ad-Hoc Map bewusst nicht abdeckt
So wertvoll die Ad-Hoc Karte auch ist – sie hat bewusste Einschränkungen, die nicht für jeden E-Autofahrer passen.
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Nur Schnelllader: Die Karte listet ausschließlich Stationen mit mindestens 50 kW. Wer an einer normalen AC-Säule mit 11 oder 22 kW lädt – etwa beim Parken in der Stadt –, findet dort keine Informationen.
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Nur günstige Stationen: Der strenge Preisfilter (max. 50 ct/kWh) ist einerseits hilfreich, blendet aber Stationen aus, die vielleicht strategisch günstig liegen und nur minimal teurer sind.
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Keine Warnfunktionen: Warnungen bei drohenden Parkgebühren oder Blockiergebühren, Ladevorgang-Tracking oder ein integrierter Routenplaner liegen jenseits des Umfangs einer reinen Kartendarstellung.
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Keine Laternenparker-Unterstützung: Wer kein eigenes Zuhause-Laden hat und regelmäßig an öffentlichen Langzeit-Parkplätzen mit Ladesäulen lädt, wird von der Karte kaum berücksichtigt.
Diese Lücken sind nicht als Kritik an Gerd Bremers Projekt gedacht – sie entstehen durch den bewussten Fokus auf das Kernthema: günstige Schnelllader. Aber sie zeigen, dass der Bedarf im Markt größer ist, als eine einzelne Karte abdecken kann.
LadeSofort.de: Das Ad-hoc-Laden weitergedacht
Die Entstehungsgeschichte von LadeSofort.de hat viel mit demselben Gedanken gemein, der auch Gerd Bremer antrieb: Elektroauto-Fahren soll einfach sein. Kein Abo-Dschungel, keine Vertragsbindung, kein Kartenchaos.
LadeSofort greift die Grundidee des vertragsfreien Ladens auf und ergänzt sie um zahlreiche Funktionen, die im Alltag einen echten Unterschied machen:
Alle Stationen – auch unter 50 kW
LadeSofort.de listet ausschließlich Ad-hoc-fähige Ladestationen – aber ohne die Beschränkung auf Schnelllader. Gerade für die wachsende Gruppe der Laternenparker – also Fahrer ohne eigene Wallbox, die ihr Auto nachts oder tagsüber auf öffentlichen Parkplätzen laden – sind Stationen mit 11 oder 22 kW AC oft die praxisnächste Lösung.
Wer nur gelegentlich fährt, braucht keine 150 kW. Wer sein Auto über Nacht stehen lässt, braucht keinen Schnelllader – aber er braucht Verlässlichkeit, Transparenz und die Gewissheit, dass er morgens mit vollem Akku losfahren kann. Gleichzeitig werden auch Stationen über 50 Cent angezeigt, damit man flexibel zur nächsten günstigen Station navigieren kann.
Warnsystem für Parkgebühren und Blockiergebühren

Eine der praktischsten Funktionen von LadeSofort ist das Parkgebühren- und Blockiergebühren-Warnsystem: Nutzer können an einer Ladestation melden und per Foto dokumentieren, wenn dort Zeitbeschränkungen oder Gebühren drohen.
Das ist ein wachsendes Problem: Immer mehr Supermärkte und Einkaufszentren verhängen Strafgebühren von 30 bis über 100 Euro, wenn E-Fahrer länger als 60 Minuten an der Ladesäule stehen. Besonders tückisch: Gerade an 11-kW- und 22-kW-AC-Säulen dauert eine normale Ladesession locker über eine Stunde. Die Hinweisschilder? Oft kaum sichtbar oder in seitenlangen AGB-Texten begraben.
Bei LadeSofort sehen Nutzer sofort beim Aufrufen der Station: „⚠️ Achtung – max. 60 Min., danach 60 € Strafe." Damit kein E-Fahrer mehr unwissend in diese Kostenfalle tappt.
Alle Funktionen auf einen Blick
🗺️ Integrierter Routenplaner
Plane Ad-hoc-taugliche Ladestationen direkt auf der Strecke ein. Kein manuelles Suchen, kein Wechsel zwischen Apps – Route und Laden in einer nahtlosen Erfahrung.
📊 Lade-Tracker mit Rechnungsfotos
Dokumentiere Ladevorgänge, lade Rechnungsfotos hoch, tracke deine CO₂-Einsparung und analysiere deine wahren Ladekosten – privat oder dienstlich.
⭐ Bewertungen, Fotos & Umgebungsinfos
Sieh vorab, wie eine Station aussieht und was die Community berichtet. Erfahre, ob es Supermarkt, Spielplatz oder Restaurant in der Nähe gibt.
🔄 Web & App-Synchronisation
Plane am PC auf ladesofort.de und greife unterwegs in der App auf Favoriten, Routen und Ladevorgänge zu. Alles synchronisiert sich automatisch.
🕐 Öffnungszeiten-Check
Nicht alle Ladestationen sind 24/7 zugänglich – etwa bei Supermärkten oder Autohäusern. LadeSofort zeigt dir, ob eine Station gerade erreichbar ist.
🎤 Sprachsteuerung
Suche Ladestationen und plane Routen per Sprachbefehl – auf Deutsch und Englisch. Hände am Steuer, ideal während der Fahrt.
⚡ Live-Aktualisierungen & umfangreiche Filter

Filtere nach Steckertyp, Anbieter, Preis und Ladegeschwindigkeit. Stationsdaten werden laufend aktualisiert, inklusive Vorbereitung auf DATEX-II-Echtzeitdaten.
🏆 Community-Punkte & Leaderboard
Melde neue Stationen, lade Fotos hoch, schreibe Bewertungen – und sammle Punkte. Aktive Mitglieder werden im Leaderboard sichtbar belohnt.
📱 LadeSofort: Kostenlose App & Webseite
LadeSofort ist als App für iOS und Android verfügbar sowie als vollwertige Webseite unter ladesofort.de. Alle Daten synchronisieren sich automatisch. Die Nutzung ist komplett kostenlos – und das bleibt so. Wer die Weiterentwicklung unterstützen möchte, kann dies über den Spendenbutton in der App tun.
Ad-hoc-Laden: Warum das Thema immer wichtiger wird
Ad-hoc-Laden ist kein Nischenthema mehr. Die EU hat die Möglichkeit zur Direktzahlung an öffentlichen Ladesäulen gesetzlich vorgeschrieben. Seit April 2024 gilt die AFIR-Verordnung: Alle neu errichteten Schnellladesäulen ab 50 kW müssen ein Terminal für Direktzahlungen (z.B. EC-Karte, Kreditkarte, Apple Pay) bieten. Bestehende Schnellladesäulen müssen bis 2027 entsprechend nachgerüstet werden. Damit wird sichergestellt, dass Nutzer an immer mehr Ladepunkten ohne Vertrag oder Ladekarte Strom beziehen können.
Gleichzeitig wächst die Zahl der Elektroautos in Deutschland rasant. Damit steigt auch der Druck auf Ladeinfrastrukturbetreiber, transparente und faire Ad-hoc-Tarife anzubieten. Plattformen, die diese Transparenz herstellen – ob die Ad-Hoc Ladekarte oder LadeSofort – werden immer relevanter.
Ab 2026 wird zudem DATEX II verpflichtend, ein Standard für den Austausch von Echtzeitdaten. Das bedeutet: Live-Belegungsdaten, aktuelle Preise und Verfügbarkeit können künftig direkt in Apps wie LadeSofort einfließen – eine Entwicklung, auf die die Plattform bereits vorbereitet ist.
Fazit
Die Ad-Hoc Map von Gerd Bremer ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür, was ein einzelner engagierter Mensch mit einer guten Idee und der richtigen Community bewirken kann. Dank der Map profitieren E-Auto-Fahrer vom Vorteil, günstige Lademöglichkeiten ohne Vertragsbindung schnell zu finden. Sie hat das Bewusstsein für vertragsloses Laden in Deutschland maßgeblich geprägt und Hunderttausenden Fahrern geholfen, einfacher und günstiger zu laden.
Er hat gezeigt, dass Transparenz, Community-Beteiligung und der Verzicht auf Vertragszwang ein echtes Bedürfnis treffen.
LadeSofort.de greift dieses Fundament auf und ergänzt es: mit Stationen aller Leistungsklassen (ab 11 kW), einem Parkgebühren-Warnsystem, Routenplaner, Lade-Tracker, Live-Aktualisierungen und einer aktiven Community. Wer als E-Autofahrer flexibel und ohne Vertragszwang laden möchte, findet in LadeSofort eine umfassende Lösung – kostenlos, transparent und unabhängig.
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