Ratgeber 08. July 2026 6 Min. Lesezeit 3 Aufrufe

Kostenlos E-Auto laden: Wo es 2026 noch gratis Strom gibt

E-Auto lädt auf einem Supermarkt-Parkplatz in Deutschland an einer öffentlichen Ladesäule

Du fährst auf den Supermarkt-Parkplatz, steckst ein, gehst einkaufen – und der Strom ist geschenkt. So lief das jahrelang. 2026 ist damit fast überall Schluss. Wer heute noch kostenlos E-Auto laden will, muss suchen: Bundesweit sind laut Marktbeobachtern nur noch ein paar hundert wirklich gratis Ladepunkte übrig. Hier steht, wo es sich noch lohnt, wo du wenigstens günstig lädst – und wo der Haken liegt.

Kostenlos laden – das war einmal

Der Grund für das Ende der Gratis-Ära ist simpel: Solange öffentliche Ladepunkte selten waren, war kostenloser Strom ein Kundenmagnet. Inzwischen zählt die Bundesnetzagentur rund 204.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland, davon über 52.000 Schnellladepunkte (Stand 1. Mai 2026). Laden ist Normalität geworden – und die Betreiber haben angefangen, echtes Geld dafür zu verlangen. Dazu kamen die "Ladeschnorrer": Fahrer, die ihr Auto stundenlang zum Gratis-Tanken abstellten, ohne einzukaufen. Genau die wollten die Ketten loswerden.

IKEA hat den Gratis-Strom komplett gestrichen und will bis 2028 stattdessen rund 1.000 neue, kostenpflichtige Ladepunkte aufbauen. Aldi, Lidl und Kaufland haben schon länger ein Bezahlsystem eingeführt. Kostenlos ist die absolute Ausnahme geworden – meist bei einzelnen Möbelhäusern, Baumärkten oder Autohäusern, und oft zeitlich begrenzt.

Wo es noch gratis Strom gibt, ist das fast immer eine lokale Einzelaktion: ein Autohaus, das Interessenten anlocken will, ein Baumarkt mit alter Säule, die noch niemand umgestellt hat, oder ein Hotel für Übernachtungsgäste. Verlass dich nicht darauf. Was gestern kostenlos war, kann heute schon abgeschaltet oder umgestellt sein – die Betreiber ziehen die Preise still nach. Wer gezielt einen Gratis-Punkt ansteuert, sollte vorher prüfen, ob er überhaupt noch existiert und frei ist, statt umsonst hinzufahren.

Was Supermärkte 2026 wirklich kosten

Die gute Nachricht: Auch wenn der Strom nicht mehr gratis ist, gehören die Supermarkt-Säulen zu den günstigsten öffentlichen Lademöglichkeiten überhaupt. Bei Aldi, Lidl und Kaufland gilt aktuell dieselbe Preisstruktur:

Ladeleistung Preis pro kWh Typisch für
AC (Wechselstrom) 29 Cent langsames Laden während des Einkaufs
DC bis 50 kW 44 Cent schnelles Nachladen
HPC bis 100 kW (Aldi ab 150 kW) 47 Cent Schnellladen für Eilige

Zum Vergleich: Ad-hoc am Schnelllader an der Autobahn kostet 2026 je nach Anbieter bis zu 0,76 Euro pro kWh, wie der ADAC-Ladetarif-Vergleich zeigt. Die 29 Cent für AC-Strom beim Wocheneinkauf sind also ein echtes Schnäppchen – vorausgesetzt, dein Auto steht ohnehin dort und du hast Zeit. Bei IKEA gibt es keinen Gratis-Strom mehr, aber IKEA-Family-Mitglieder sparen 20 Prozent, wenn sie sich in der App des Ladepartners registrieren.

E-Autofahrer zahlt kontaktlos mit Karte an einer öffentlichen Ladesäule beim Supermarkt
Ad-hoc statt App: An immer mehr Säulen lässt sich direkt per Karte bezahlen.

Der Haken: fast immer brauchst du eine App

Hier wird es unbequem. Günstig ist der Supermarkt-Strom nur, wenn du mitspielst: Bei Lidl lädst du über die Lidl-Plus-App oder scannst einen QR-Code an der Säule; IKEA schickt dich in die App seines Ladepartners. Jede Kette ihr eigenes System, jede App eine eigene Registrierung. Wer bei fünf Ketten günstig laden will, hat am Ende fünf Apps auf dem Handy – der klassische App-Wildwuchs, den viele E-Autofahrer hassen.

Dazu kommen oft Zeitlimits und Blockiergebühren, damit die Plätze frei bleiben. Steht dein Auto länger als erlaubt, wird aus dem Schnäppchen schnell ein Draufzahl-Geschäft.

Unsere Haltung dazu ist klar: Eine App pro Anbieter ist keine Lösung, sondern das Problem. Die einzige Bezahlart, die überall ohne Vertrag, ohne Abo und ohne Extra-App funktioniert, ist Ad-hoc-Laden – einfach mit EC-/Kreditkarte oder Apple/Google Pay direkt an der Säule zahlen, wie früher an der Tankstelle. Der Nachteil: Ad-hoc am Schnelllader ist teurer als die 29-Cent-Supermarkt-Säule. Ehrlich gesagt lohnt sich die günstige AC-Säule beim Einkauf also durchaus – aber sobald du unterwegs schnell Strom brauchst, ist die vertragsfreie Ad-hoc-Zahlung Gold wert. Wie sich die Preise im Detail zusammensetzen, liest du in unserem Ratgeber zu den Kosten beim Ad-hoc-Laden.

So findest du günstige und freie Ladepunkte mit LadeSofort

Das eigentliche Problem beim günstigen Laden ist nicht der Preis, sondern das Finden: Welche Säule in der Nähe ist frei, was kostet sie, und muss ich dafür eine App installieren? Genau dafür ist LadeSofort gebaut. Unsere Live-Preis-Karte zeigt dir vorab, was eine Ladesäule kostet – der einzige echte Nachteil des Ad-hoc-Ladens, nämlich der Preis, der nicht auf den ersten Blick sichtbar ist, fällt damit weg. Dazu siehst du in Echtzeit, welcher Ladepunkt gerade belegt ist und welcher frei – kein Umsonst-Hinfahren mehr.

Konkret heißt das: Du suchst die günstigste Option in Ladestationen in Berlin oder deiner Stadt, vergleichst die Preise direkt auf der Karte und siehst, ob du dort per Ad-hoc oder nur per App zahlen kannst. Welche Betreiber wie laden lassen, findest du neutral aufgeschlüsselt in unserer Betreiber-Übersicht.

Und weil die Community mitmeldet, wo eine Säule gerade defekt ist oder ein Preis sich geändert hat, bleiben die Angaben aktuell – gerade bei Supermarkt- und Aktionsstandorten, die sich schnell ändern. Statt fünf Apps für fünf Ketten zu jonglieren, hast du eine Karte, die günstig, frei und vertragsfrei auf einen Blick zeigt. Kein Umweg zur toten Säule, keine Überraschung an der Kasse.

Fazit

Wirklich kostenlos E-Auto laden ist 2026 zum Glücksfall geworden. Was bleibt, ist günstiges Laden – vor allem an Supermarkt-AC-Säulen für rund 29 Cent, meist aber nur mit der App der jeweiligen Kette. Die vertragsfreie Alternative für unterwegs bleibt Ad-hoc mit Karte. Am schnellsten fährst du, wenn du vorher weißt, wo es billig ist und was frei ist – und genau das zeigt dir die LadeSofort-Karte, bevor du losfährst.

Häufige Fragen

Kann man 2026 noch kostenlos E-Auto laden?

Ja, aber nur noch selten. Bundesweit gibt es laut Marktbeobachtern nur noch wenige hundert wirklich kostenlose Ladepunkte, meist bei einzelnen Möbelhäusern, Baumärkten oder Autohäusern und oft zeitlich begrenzt. Die großen Supermarktketten verlangen inzwischen Geld.

Was kostet Laden bei Aldi, Lidl und Kaufland?

Bei allen dreien kostet AC-Laden (Wechselstrom) rund 29 Cent pro kWh, DC-Schnellladen bis 50 kW etwa 44 Cent und HPC-Laden bis 100 kW (bei Aldi ab 150 kW) rund 47 Cent pro kWh. AC während des Einkaufs ist damit eine der günstigsten öffentlichen Optionen.

Brauche ich zum Laden beim Supermarkt eine App?

Meistens ja. Bei Lidl läuft die Bezahlung über die Lidl-Plus-App oder einen QR-Code an der Säule, IKEA verweist auf die App seines Ladepartners. Ohne App oder Vertrag zahlst du am einfachsten per Ad-hoc mit EC-/Kreditkarte – das geht an immer mehr Säulen direkt.

Wie finde ich die günstigsten Ladesäulen in meiner Nähe?

Über die Live-Preis-Karte von LadeSofort. Sie zeigt dir vorab den Preis pro kWh und in Echtzeit, welche Ladepunkte frei sind – so vergleichst du günstige und freie Säulen, bevor du losfährst.

Tags:
ad-hoc-laden Günstig Laden Kostenlos Laden Ladepreise Supermarkt
Unterstützen