EnBW senkt Ladepreise im Sommer – Ad-hoc-Fahrer gehen leer aus
Fünf Cent weniger pro Kilowattstunde – seit dem 8. Juli lädt es sich an EnBW-Säulen spürbar günstiger. Aber nur, wenn du der richtige Kunde bist: Die Sommer-Aktion gilt ausschließlich in den EnBW mobility+ Tarifen, also mit Registrierung, App und Konto. Wer spontan an der Säule mit Karte zahlt, bekommt keinen Cent Rabatt. Was hinter der Aktion steckt und was sie für dich bedeutet.
Was die Sommer-Aktion konkret bringt
Vom 8. Juli bis 30. September 2026 senkt EnBW die Kilowattstundenpreise an den eigenen Ladestationen in allen mobility+ Tarifen um fünf Cent (Pressemitteilung der EnBW vom 8. Juli 2026). Im Vorteilstarif L – den nur bekommt, wer auch Strom, Gas oder Wärme von EnBW bezieht – sinkt der Preis von 35 auf 30 Cent pro kWh. Im Tarif S ohne monatliche Grundgebühr sind es 51 statt 56 Cent. EnBW rechnet vor, dass das im Tarif L mehr als 14 Prozent Ersparnis bedeutet, und wirbt damit, dass unterwegs laden so günstiger sein kann als Haushaltsstrom.
Wichtig fürs Kleingedruckte: Der Rabatt gilt nur an EnBW-eigenen Ladepunkten. An Säulen anderer Betreiber, die du über die EnBW-App im Roaming nutzt, bleibt alles beim Alten.
Der Haken: Ad-hoc bleibt beim alten Preis
Der entscheidende Satz steht mitten in der Pressemitteilung: Unverändert bleiben „die Ad-Hoc-Preise sowie die Blockiergebühr". Wer also einfach an die Säule fährt und kontaktlos mit Karte zahlt – ohne EnBW-Konto, ohne App –, zahlt weiter den vollen Preis. Der Rabatt ist damit vor allem eins: ein Anreiz, dich in ein Tarif-Konto mit hinterlegten Zahlungsdaten zu holen. Nach dem 30. September gelten wieder die regulären Preise. Das Konto bleibt.
Zur Ehrlichkeit gehört: 30 Cent pro kWh am Schnelllader sind aktuell ein sehr guter Preis – wer ohnehin EnBW-Haushaltskunde ist und regelmäßig an EnBW-Säulen lädt, spart mit der Aktion real Geld. Für alle anderen gilt die alte Rechnung: Grundgebühr, Lock-in und ein Rabatt mit Ablaufdatum gegen die Freiheit, überall spontan zu laden. Bemerkenswert ist das Timing – erst zum 1. Juli hat Ionity seine Schnellladepreise um durchschnittlich vier Prozent angehoben. Der Markt läuft diesen Sommer sichtbar auseinander; wie sich die Tarifwelle insgesamt entwickelt, sammeln wir laufend in unserem Überblick der Ladepreis-Änderungen.
So findest du den besten Preis – ohne Konto
Genau für diese unübersichtliche Lage gibt es LadeSofort: Auf der Live-Preis-Karte siehst du vor der Abfahrt, was die Kilowattstunde an den Säulen in deiner Nähe wirklich kostet – Ad-hoc, ohne dass du dich irgendwo registrieren musst. So erkennst du sofort, ob die EnBW-Säule um die Ecke trotz Aktion teurer ist als der Wettbewerber zwei Straßen weiter, ob ein Ladepunkt frei ist und wo du direkt mit Karte zahlst. Einen neutralen Überblick über die Ladepunkte des Betreibers findest du auf unserer EnBW-Betreiberseite, das Prinzip dahinter erklärt unser Ratgeber zum Ad-hoc-Laden ohne Vertrag und App. Wie dicht das Netz inzwischen ist, zeigt ein Blick auf die Ladestationen in Berlin – und mit der LadeSofort-App für iOS und Android hast du die Preise unterwegs dabei.
Fazit
Die EnBW-Aktion ist ein echter Rabatt mit echtem Ablaufdatum – gut für Bestandskunden, Werbung für alle anderen. Ad-hoc-Fahrer bekommen nichts, verlieren aber auch nichts: Ihre Stärke bleibt, jederzeit den günstigsten Anbieter wählen zu können, statt auf die nächste Aktion eines einzelnen Betreibers zu warten. Vergleichen lohnt sich diesen Sommer mehr denn je.
Bildhinweis: Die Illustration dieses Beitrags wurde mit KI erstellt.
Häufige Fragen
Gilt der EnBW-Sommer-Rabatt auch beim Ad-hoc-Laden?
Nein. Die Preissenkung um fünf Cent pro kWh gilt laut EnBW nur in den mobility+ Ladetarifen an EnBW-eigenen Ladepunkten. Die Ad-hoc-Preise für spontanes Laden mit Karte und die Blockiergebühr bleiben ausdrücklich unverändert.
Wie lange läuft die EnBW-Preisaktion?
Die Aktion läuft vom 8. Juli bis 30. September 2026. Danach gelten wieder die regulären Tarifpreise – im Tarif L also 35 statt 30 Cent, im Tarif S 56 statt 51 Cent pro Kilowattstunde.