Neuer Ladepark bei Rostock: Plenitude eröffnet 22 Ladepunkte mit bis zu 400 kW
Wer über die A19 Richtung Ostsee fährt, hat seit Mitte Juli einen neuen Grund für einen Ladestopp kurz vor Rostock: In Mönchhagen hat Plenitude seinen bislang größten Ladehub in Deutschland eröffnet. 22 Ladepunkte, die schnellsten mit bis zu 400 kW – direkt an einer Filiale der Bäckerei-Kette Junge.
22 Ladepunkte, Brötchen inklusive
Vier HPC-Säulen liefern bis zu 400 kW (HPC steht für High Power Charging, also Laden mit sehr hoher Gleichstrom-Leistung). Dazu kommen vier Schnelllader mit bis zu 200 kW und eine 50-kW-Säule – insgesamt 22 Ladepunkte, wie die Bäckerei Junge in ihrer Pressemitteilung vom 16. Juli schreibt. Damit ist Mönchhagen der größte deutsche Standort von Plenitude. Der Betreiber gehört zum italienischen Energiekonzern Eni und zählt europaweit nach eigenen Angaben rund 23.000 eigene Ladepunkte.
Die Lage ist clever gewählt. Der Hub liegt unweit von A19 und A20 – hier rollt im Sommer der Urlaubsverkehr Richtung Fischland-Darß-Zingst, und Skandinavien-Reisende passieren Rostock auf dem Weg zur Fähre. Wer nicht auf der Durchreise ist, lädt beim Bäcker nebenan: Kaffee statt Warteschleife am Rasthof. Genau solche Standorte mit Gastronomie funktionieren erfahrungsgemäß am besten, weil sich die 20 Minuten am Schnelllader nebenbei erledigen.
Sommeraktion für 50 Cent – aber nur mit App oder Ladekarte
Zur Eröffnung passt eine Aktion, die Plenitude gerade fährt: Vom 1. Juli bis 31. August 2026 kostet Laden im deutschen Plenitude-Netz pauschal 50 Cent pro Kilowattstunde, wie Plenitude auf seiner Ladenetz-Seite angibt. Für HPC-Leistung ist das ein ordentlicher Kurs – Ionity verlangt ad-hoc inzwischen bis zu 76 Cent.
Der Haken steckt im Kleingedruckten: Der Aktionspreis gilt nur für Ladevorgänge über die Plenitude-App oder die zugehörige RFID-Karte. Wer spontan an die Säule fährt und einfach mit EC- oder Kreditkarte zahlt – was die EU-Verordnung AFIR an neuen Schnellladern ab 50 kW als Option vorschreibt –, bekommt den regulären Ad-hoc-Tarif. Und den nennt die Mitteilung nicht. Das Muster kennen wir von der EnBW-Sommeraktion: Der Rabatt belohnt das App-Konto, nicht das spontane Laden.
Ehrlich ist: Wer im Sommer häufig im Plenitude-Netz lädt, spart mit den 50 Cent echtes Geld. Aber dafür legst du dir das nächste Betreiber-Konto zu – befristet bis Ende August, danach gilt wieder der normale Tarif. Warum wir Ad-hoc-Laden ohne App und Vertrag für den besseren Normalfall halten, haben wir ausführlich aufgeschrieben: an die Säule fahren, mit Karte zahlen, weiterfahren.
So planst du den Ladestopp an der Ostsee-Route
Der einzige echte Nachteil beim spontanen Laden: Du siehst den Preis oft erst an der Säule. Genau dafür gibt es unsere Live-Preis-Karte – sie zeigt dir Ladestationen in und um Rostock mit aktuellen Preisen und Verfügbarkeit, bevor du abfährst. Für die längere Strecke – etwa Berlin–Ostsee oder den Transit nach Schweden – legt dir der Routenplaner passende Ladestopps auf den Weg; was auf Langstrecke sonst noch zählt, steht im Guide zum Laden an der Autobahn.
Unterm Strich: 22 neue Ladepunkte an einer echten Engstelle des Urlaubsverkehrs sind eine gute Nachricht – unabhängig davon, mit welcher Karte du zahlst. Und je mehr solcher Hubs entstehen, desto weniger Grund gibt es, sich für jeden Betreiber eine eigene App zu installieren.
Häufige Fragen
Wo genau liegt der neue Plenitude-Ladehub?
In Mönchhagen bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), direkt an einer Filiale von Junge Die Bäckerei und unweit der Autobahnen A19 und A20 – also auf der klassischen Route Richtung Fischland-Darß-Zingst und zu den Skandinavien-Fähren.
Was kostet das Laden am neuen Ladepark?
Bis 31. August 2026 gilt eine Sommeraktion: 50 Cent pro kWh im deutschen Plenitude-Netz – allerdings nur mit Plenitude-App oder RFID-Karte. Den regulären Ad-hoc-Preis fürs spontane Zahlen mit Karte nennt Plenitude nicht öffentlich; wirf vor der Abfahrt einen Blick auf die Live-Preise in der LadeSofort-Karte.