News 04. August 2026 3 Min. Lesezeit 2 Aufrufe

Ladepark Neuberg: sechs Anbieter laden jetzt an Hessens größtem Schnelllade-Standort

Großer Schnellladepark mit Ladepunkten mehrerer Anbieter an einem Autohof an der A45 in Hessen

44 Schnellladepunkte, sechs konkurrierende Betreiber, eine Autobahnausfahrt: Am 24-Autohof Neuberg an der A45 (Anschlussstelle Langenselbold-West, östlich von Frankfurt) ist Anfang August Hessens bislang größter Schnellladepark in Betrieb gegangen. So viele Anbieter an einem einzigen Standort gab es in Deutschland noch nie. Und genau diese Vielfalt ist für dich als Fahrer die eigentliche Nachricht – nicht die reine Ladepunkt-Zahl.

Wer am Autohof Neuberg lädt

Nach Angaben der Betreibergruppe laden E-Autos dort an HPC-Säulen von Allego, Electra, EnBW, Ionity, Mercedes-Benz High-Power Charging und Tesla – jeder Anbieter mit eigenen Ladepunkten und eigenem Auftritt. Electra hat seine Plätze überdacht und zeigt die Preise auf einem Display an, die übrigen stehen unter freiem Himmel. Details nennt die Pressemitteilung der 24-Autohofgruppe.

Neu an Bord der Autohof-Gruppe sind EnBW und Electra – beide wollen nach Neuberg weitere 24-Autohöfe ausrüsten. Langfristig plant die Gruppe laut Bericht von electrive an allen Standorten zusätzlich Megawatt-Ladeparks für E-Lkw. Wie schnell solche XXL-Standorte derzeit entstehen, zeigte erst im Juli der große Plenitude-Ladehub bei Rostock.

Sechs Anbieter, ein Parkplatz: Preisvergleich per Fußweg

Bisher galten schon drei oder vier Betreiber an einem Standort als viel. Sechs direkte Konkurrenten nebeneinander sind ein Novum – und im besten Fall ein Preissignal: Wer zu teuer ist, schaut auf leere Ladeplätze, während nebenan geladen wird. Nötig ist das allemal, denn die Ad-hoc-Preise der Anbieter liegen weit auseinander; Ionity hat seine Ad-hoc-Tarife erst zum 1. Juli angehoben.

Wichtig fürs Bezahlen: Du brauchst für sechs Anbieter keine sechs Apps. An neuen Schnellladepunkten ab 50 kW ist Kartenzahlung nach der EU-Verordnung AFIR Pflicht – ad-hoc laden mit Giro- oder Kreditkarte funktioniert also bei den klassischen Betreibern direkt am Terminal, ganz ohne Vertrag oder Registrierung. Die ehrliche Ausnahme: Bei Tesla läuft das Laden für Nicht-Tesla-Fahrer weiterhin über die Tesla-App. Wer den App-Zoo vermeiden will, hat am selben Standort genug Alternativen mit Kartenterminal – auch das ist ein Vorteil der Anbietervielfalt.

Vorher wissen, wo es günstig ist

Sechs Preisschilder an einem Standort vergleichst du am besten, bevor du überhaupt ranfährst. In unseren Live-Daten sehen wir an Autobahn-Schnellladern zwischen den Betreibern regelmäßig Unterschiede von 20 Cent pro kWh und mehr – bei einer typischen Ladung von 42 kWh sind das über 8 Euro für denselben Strom. Auf der LadeSofort-Karte siehst du Live-Preise und freie Ladepunkte vorab, rund um den neuen Ladepark etwa bei den Ladestationen in Hanau ein paar Kilometer weiter westlich. Die App für iOS und Android gibt es kostenlos, ohne Konto und ohne Vertrag – Säule aussuchen, hinfahren, mit Karte zahlen.

Unterm Strich: Der Autohof Neuberg zeigt, wohin die Reise geht – mehr Wettbewerb am selben Standort statt Monopol an der Raststätte. Wenn die Betreiber diesen Wettbewerb auch über sichtbare, faire Ad-hoc-Preise austragen, gewinnen alle, die einfach nur laden wollen.

Häufige Fragen

Wo genau liegt der neue Ladepark mit sechs Anbietern?

Am 24-Autohof Neuberg an der A45, Anschlussstelle Langenselbold-West, östlich von Frankfurt am Main. Dort stehen 44 HPC-Ladepunkte von Allego, Electra, EnBW, Ionity, Mercedes-Benz High-Power Charging und Tesla – aktuell Hessens größter Schnellladepark.

Kann ich am Autohof Neuberg ohne App und Vertrag laden?

Ja, bei den meisten Anbietern. Neue Schnellladepunkte ab 50 kW müssen nach der EU-Verordnung AFIR Kartenzahlung anbieten – Giro- oder Kreditkarte ans Terminal genügt. Nur die Tesla-Ladeplätze erfordern für Nicht-Tesla-Fahrer weiterhin die Tesla-App.

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