News 22. September 2025 4 Min. Lesezeit 477 Aufrufe

Über 204.000 öffentliche Ladepunkte: Deutschlands Ladenetz ist bereit für die Sommerreise

Über 204.000 öffentliche Ladepunkte: Deutschlands Ladenetz ist bereit für die Sommerreise

[TITELBILD – Dateiname: oeffentliche-ladepunkte-deutschland-sommerreise | Alt: E-Auto lädt im Sommer an einer Schnellladesäule an einer deutschen Autobahn-Raststätte | Caption: Schnellladen auf der Urlaubsfahrt: Deutschlands Ladenetz ist auf über 204.000 öffentliche Ladepunkte gewachsen. | Prompt (EN): Wide shot of a modern German motorway rest area on a bright summer day: a European family car with an EU number plate (blue band, no readable text) is charging at a DC fast charging station, the charging cable plugged in and clearly visible but not in close-up, luggage visible through the rear window, green trees and the motorway in the soft background. Setting: Germany, Central Europe. Everything must look authentically European: European/German architecture and street furniture, right-hand traffic, EU number plates with a blue band (no readable text), German-style charging equipment. People (if any) are European adults in everyday European clothing. Strictly avoid: Asian or Japanese/Chinese elements, Asian signage or written characters, CHAdeMO or GB/T connectors, right-hand-drive vehicles, US settings. Photorealistic, bright natural daylight, 16:9 landscape, no readable text, no brand logos.]

204.078 öffentliche Ladepunkte zählt das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur – gut 27.000 mehr als im Juni 2025. Ausgewertet hat die Zahlen am 27. Juli 2026 der Energieverband BDEW in seinem Elektromobilitätsmonitor als Zahlencheck zur Reisesaison, und die Botschaft ist deutlich: Wer diesen Sommer mit dem E-Auto in den Urlaub startet, braucht sich um Lademöglichkeiten keine Sorgen zu machen. Stimmt. Ein genauer Blick lohnt sich trotzdem – vor allem beim Preis.

Die Zahlen aus dem BDEW-Check im Überblick

Kennzahl Wert
Öffentliche Ladepunkte (Juli 2026) 204.078
Davon Schnelllader (DC) rund 26 %
Zuwachs seit Juni 2025 (ca. 177.100) +16 %
Durchschnittliche Auslastung rund 12 %
E-Autos in Deutschland (1. Januar 2026) über 2 Millionen

Besonders stark wächst laut BDEW das Segment ab 150 Kilowatt (kW) – genau die Ladeleistung, die auf der Langstrecke zählt. Die EU-Ausbauvorgaben aus der AFIR übererfüllt Deutschland damit um ein Vielfaches, im Schnitt ist der nächste Ladepunkt nach rund fünf Minuten Fahrzeit erreicht. „Die Energie- und Ladebranche liefert“, kommentiert BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae die Auswertung.

Ladeangst ist 2026 ein Mythos – teures Laden nicht

Zur Einordnung: Der BDEW ist der Branchenverband der Energiewirtschaft, mehr als 80 Prozent der Ladepunkte werden von seinen Mitgliedsunternehmen betrieben – die Botschaft „alles bestens“ liegt also durchaus im Eigeninteresse. Die Zahlen selbst stammen aber aus dem amtlichen Register der Bundesnetzagentur und sind belastbar; dort tauchen sogar nur vollständig gemeldete Ladepunkte auf, real stehen also eher noch mehr Säulen. Das Ladenetz wächst damit schneller als der Bedarf, wie auch heise online in seiner Analyse festhält. Bei durchschnittlich 12 Prozent Auslastung findest du praktisch immer eine freie Säule.

Das eigentliche Sommer-Thema ist ein anderes: der Preis. Zwischen der günstigsten und der teuersten Säule an derselben Route liegen schnell 30 Cent pro Kilowattstunde (kWh) – bei einer Urlaubsladung von 50 kWh sind das 15 Euro Unterschied. Die gute Nachricht: Dank der EU-Verordnung AFIR haben neue Schnelllader ab 50 kW ein Kartenterminal. Du kannst also ad-hoc mit EC- oder Kreditkarte laden – ohne Vertrag, ohne Abo, ohne für jedes Urlaubsland eine eigene Anbieter-App zu installieren. Vertragstarife locken zwar mit Rabatten, binden dich aber an einen Anbieter und verschleiern oft, was die Kilowattstunde im Roaming wirklich kostet.

So planst du die Sommerroute ohne Lade-Frust

Der einzige echte Haken am Ad-hoc-Laden war lange, dass der Preis erst an der Säule sichtbar wurde. Genau dafür gibt es die LadeSofort-Karte: Sie zeigt dir Live-Preise und Belegung der Stationen, bevor du losfährst – auf der Website und in der kostenlosen App für iOS und Android. In unseren Live-Daten sehen wir an Sommer-Wochenenden vor allem an Transitachsen kurzzeitige Spitzen; wenige Kilometer abseits der Raststätte ist fast immer frei und oft günstiger. Für die Urlaubsfahrt legst du deine Strecke am besten vorab im Routenplaner an und pickst dir die günstigen Schnelllader heraus – wie das im Detail geht, zeigt unser Langstrecken-Guide fürs Laden an der Autobahn.

Auch am Ziel lohnt der Blick auf die Karte: An Urlaubsorten wie Kiel laden viele Gäste tagsüber am Strandparkplatz, während ein paar Straßen weiter AC-Säulen frei sind. Und wenn es unterwegs schnell gehen muss: So findest du die nächste Schnellladestation in deiner Nähe.

Kurz gesagt: Das Netz ist da, die Säulen sind frei – 204.078 Ladepunkte sind ein starkes Argument für den E-Auto-Urlaub. Achte weniger auf die Frage „Finde ich eine Säule?“ und mehr auf die Frage „Was kostet sie?“ – dann wird die Sommerreise entspannt.

Häufige Fragen

Wie viele öffentliche Ladepunkte gibt es aktuell in Deutschland?

Stand Juli 2026 verzeichnet das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur 204.078 öffentliche Ladepunkte, rund 26 Prozent davon sind Schnelllader. Im Juni 2025 waren es noch etwa 177.100 – ein Plus von 16 Prozent in einem Jahr.

Reicht das Ladenetz für den Sommerurlaub mit dem E-Auto?

Ja. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei rund 12 Prozent, der nächste Ladepunkt ist im Schnitt nach fünf Minuten Fahrzeit erreicht. Engpässe gibt es höchstens punktuell an Transitachsen – mit Live-Belegung und Preisvergleich auf der LadeSofort-Karte umfährst du sie.

Tags:
BDEW Bundesnetzagentur Ladeinfrastruktur Schnellladen
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