Enercity meldet 2.000 öffentliche Ladepunkte: Was unsere Daten zeigen
2.000 öffentliche Ladepunkte, davon rund 1.760 mit Wechselstrom und etwa 240 mit Gleichstrom: Diese Marke meldet Enercity am 19. Oktober 2026. Die Zahl klingt nach Großnetz. Ein Blick in unsere Daten zeigt, wie sie sich verteilt, was dort an der Säule kostet und wo der Ausbau als Nächstes ansteht.
Was Enercity gemeldet hat
Laut electrive-Bericht zur Enercity-Meldung ist der Versorger in mehr als 50 Kommunen aktiv, von Cuxhaven bis Friedrichshafen. Die erste Station ging 2010 ans Netz. In der Bundesnetzagentur-Statistik für Energieversorger mit Ladesparte steht Enercity demnach auf Rang sieben, in Niedersachsen auf Rang eins. Als nächster größerer Standort gilt Frankfurt am Main. Preise, Ladeleistungen oder Bezahlwege nennt die Meldung nicht.
Was wir in unserer Datenbank sehen
Das ist die Lücke, die wir füllen können. Auf der Betreiberseite von Enercity führt LadeSofort aktuell 703 Standorte in 46 Städten und Gemeinden, Stand 20.10.2026:
- Hannover allein kommt auf 469 Standorte, dahinter Hamburg mit 49 und Langenhagen mit 31.
- 620 Standorte laden mit höchstens 7 kW, 83 mit 50 kW oder mehr, der stärkste mit bis zu 400 kW.
- Der durchschnittliche Preis liegt bei etwa 0,63 € pro kWh, die Spanne bei 0,50 bis 0,78 €. Die Preisentwicklung weist +12,5 % aus, das sind 0,07 €.
- Die Auslastung der vergangenen 30 Tage liegt im Schnitt bei 17 %, freitags bei 19 %.
Wichtig für die Einordnung: Die Preise stammen aus Nutzermeldungen und können vor Ort abweichen. Die 2.000 aus der Meldung zählen Ladepunkte, wir zählen Standorte. Rechnerisch sind das knapp drei Ladepunkte je Standort, was zu Standorten mit mehreren Anschlüssen passt. Einen Enercity-Standort in Frankfurt gibt es bei uns noch nicht. Sobald dort etwas ans Netz geht, können Nutzer es direkt auf der Karte melden. Das ist der Vorteil, wenn Daten aus der Community kommen: Neue Säulen tauchen oft früher auf als in jeder offiziellen Statistik, auch wenn sie dafür manchmal noch Preislücken haben.
Was das beim Laden für dich heißt
Fast neun von zehn Enercity-Standorten (620 von 703) sind langsames Laden am Straßenrand. Das passt zu Laternenparkern in Hannover, die über Nacht Strom nachladen, taugt aber nicht für die Autobahnpause. Bei den Preisen liegen zwischen günstigstem und teuerstem Standort 28 Cent pro kWh, ein Blick vor dem Einstecken lohnt also. Einen Vertrag brauchst du dafür nicht: Nach unseren Daten laufen die Enercity-Standorte als Ad-hoc-Laden ohne Ladekarte und ohne Grundgebühr. Die Smart-Charging-Funktion in der Enercity-App verschiebt Ladevorgänge in günstigere Zeitfenster, sie ist aber ein Zusatz und keine Voraussetzung.
Wer im Raum Hannover regelmäßig lädt, sieht auf der LadeSofort-Karte Preis und Belegung der Säule schon vor der Fahrt. Für längere Strecken, bei denen du die Schnelllader brauchst, hilft der Routenplaner. Mehr zu V2G und V2H steht in unserem Beitrag zum bidirektionalen Laden.
Offizielle Zahlen zum bundesweiten Ausbau veröffentlicht die Bundesnetzagentur im Ladesäulenregister. Stand: 20.10.2026.
Häufige Fragen
Wie viele Ladepunkte hat Enercity?
Enercity meldet 2.000 öffentliche Ladepunkte, rund 1.760 AC und 240 DC (Meldung vom 19.10.2026). LadeSofort führt 703 Enercity-Standorte, Stand 20.10.2026.
Was kostet Laden bei Enercity pro kWh?
Nach Nutzermeldungen in der LadeSofort-Datenbank im Schnitt etwa 0,63 € pro kWh, die Spanne reicht von 0,50 bis 0,78 €. Prüfe den Preis vor Ort, er kann abweichen.
Kann ich bei Enercity ohne Ladekarte laden?
Laut unserer Auswertung ja: Die Enercity-Standorte in der Datenbank sind als Ad-hoc-Standorte geführt, also ohne Ladekarte und ohne Grundgebühr nutzbar.